Frauenpower wie im Bundeshaus

Bänzejass 2018
Schulen Dulliken

Bei Sturmböen und Regenschauer fanden sich am Freitagabend, 7. Dezember 2018, die Freunde der Kartenkunst rechtzeitig im Center Court Neumatt ein. Mit 16 Athletinnenn und Athleten war das Teilnehmerfeld so klein wie seit 2012 nicht mehr. So suchte man grosse Namen wie jene des Titelverteidigers vergeblich auf dem Tableau. Mit Norma Vögeli, Felix Wälti und Matthias Kloter waren indes gleich drei Rookies am Start, welche gleich von sich reden machen sollten. Dazu aber später. Los ging es!

Obwohl es auf der Einladung hiess, dass es heuer keine Zwischenverpflegung geben würde, wurden nach der dritten Spielrunde die traditionellen Wienerli mit einem Bänzli serviert. Möglich machte dies Susette Wälti, die dem zeitlich arg gebeutelten Turnierleiter selbstlos unter die Arme griff. Herzlichen Dank fürs Organisieren, Susette!

Nach dem «Pausentee», wo angeregt über den ein oder anderen vergebenen Match, über Siegchancen und fatale Fehler lamentiert und diskutiert wurde, ging es mit vollen Bäuchen die zweite Spielzeit. Turniersekretärin und Glücksfee Lea Peier wurde es unterdessen nicht langweilig. Nach jeder Runde übertrug sie die auf Handzetteln notierten Resultate in die Exceltabelle und erstellte das aktuelle Ranking. Manch ambitioniere Teilnehmer riskierte einen Blick auf den Bildschirm. Ab Runde vier tolerierte dies die strenge Sekretärin nicht mehr, sollte doch die Spannung hochgehalten werden.

Und spannend war es von der ersten bis in die letzte Runde. Das Quartett Stephi Strebel, Tomi von Felten, Christine Uldry und meine Wenigkeit belegten ab Runde zwei die ersten vier Plätze bis am Schluss, lediglich die Reihenfolge sollte sich noch ändern.

Wie die Feuerwehr legte Newcomer Felix los. Leider ging es danach meist nur noch bergab. Mit dem schier unglaublichen Score von 892 Punkten (zusammen mit Stephi) katapultierte sich Neuling Matthias in die Top 5. Erst in der letzten Runde rutschte er in die Tabellenmitte, was aber als gelungener Einstand betrachtet werden darf. Im Mittelfeld gestartet, landete Debütantin Norma auf dem hervorragenden sechsten Platz.

Ebenso erfreulich Stephi Strebel. Nach ihrer bisher besten Platzierung auf Rang acht 2014 wollte sie dieses Jahr mehr. Genauso wie ihr Lebensparter Tomi von Felten. Dieser wollte seinen mässigen 14. Rang vom Vorjahr so schnell wie möglich vergessen machen. Beide hielten, was sie versprachen. Letzterer belegte ab der ersten Runde konstant Platz vier und erreichte mit einem Exploit in der letzten Runde schliesslich das Stockerl. Nach einer zwischenzeitlichen Führung, zurückgefallen auf den dritten Platz, kämpfte sich Stephi in der letzten Runde mit viel Kampfgeist zurück auf den Rang 2. Dramatik pur – ganz grosses Kino der beiden!

Kein Weg führte dieses Jahr allerdings an der ewigen Zweiten, wie man versucht ist zu sagen, vorbei. Ihrer Ankündigung gleich zu Beginn des Abends «Heute will ich gewinnen!» hielt sie Wort. Mit einem gewaltigen Vorsprung von 225 Punkten und einem Score von sagenhaften 4308 Punkten liess sie nichts anbrennen. Sie behauptete Platz 1, welchen sie ab Runde drei belegte, in souveräner Manier und baute ihren Vorsprung in der letzten Runde gar massiv aus. Herzliche Gratulation an Bänzejass-Siegerin Christine Uldry!

Lea Peier hatte schliesslich die Ehre, den erfolgreichen Jasserinnen und Jasser ihre wohlverdienten Grittibänzen zu überreichen. Vielen Dank der Glücksfee Lea an dieser Stelle. Und ebenso herzlichen Dank an alle Teilnehmer.

Wer gewinnt wohl den Bänzejass 2019? Wir freuen uns schon jetzt wieder auf einen gemütlichen Jassabend mit vielen zufriedenen Gesichtern.

 

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