Bänzejass 2017

Gianluigi Buffon und die Technik von heute
Oberstufe
Auch 2017 ist 21 eine ungünstige Teilnehmerzahl für ein Schieber-Jassturnier. Während letztes Jahr der Veranstalter selber der Chlaus war, da er sich selber vergessen auf die Teilnehmerliste zu setzen, so war es heuer die Technik, die versagt hat. Das Absenden einer SMS von einem Nokia 3310 ist das eine, das Ankommen auf einem heutigen Smartphone jedoch das andere.

Die Teilnehmerliste, gespickt mit klingenden Namen, versprach einen spannenden Jassabend. Nebst den altbekannten Gesichtern war es eine Freude, derer neue in der Runde zu begrüssen. So gab nach einigen Jahren der Abwesenheit Ursi Kissling ihr Comeback am Jassteppich. Und Corinne Peier, unsere Schulsekretärin, wagte den längst überfälligen Schritt aus der Amateurliga in die Super Leage des Jassens.

Der Anpfiff erfolgte mit etwas Verspätung und fortan flatterten die Karten durchs Lehrerzimmer des Neumatt Schulhauses. Für Aussenstehende sei an dieser Stelle kurz erklärt: An einem Bänzejass in Dulliken werden die Karten acht Mal pro Runde gemischt. Vor jeder Runde werden die Paarungen ausgelost. Beide jeder Paarung lassen sich die gemeinsam erspielten Punkte gutschreiben. Nach sechs Runden steht der Meister oder die Meisterin fest.

Natürlich stehen nach sechs Runden auch die Plätze 2 bis 21 fest. Werfen wir also einen Blick auf die vorderen Ränge. Ernst Brütsch, dessen Frau Marianne (Siegerin 2012/2015) durchaus schon bessere Jasszeiten erleben durfte, rettet die Familienehre mit einem soliden 7. Platz, gefolgt von Beat Müller, der wie letztes Jahr den 8. Platz behauptet. Für die Spiegel-Sippe, die gleich zu dritt in den Wettkampf zog, holt Isa auf Platz 10 die Kohle aus dem Feuer.
Stets mit konstanten Leistungen wartet Monique Pfefferli auf, heuer auf Platz 6. Aus Sicht des Organisators heisst es: Mission Titelverteitung nicht erfüllt, doch mit Platz 5 muss er dennoch nicht in die «Schämi-Ecke». Gleich um sechs Plätze gegenüber dem Vorjahr verbessert sich unser Erlinsbacher Importjasser Patrick Friedli und landet damit auf Platz 4. Folgerichtig müsste für ihn nächstes Jahr ein Podestplatz das Ziel sein.

Ohne Unterbruch seit Jahren am Start ist jeweils Vreni Friker, die sich 2009 mit dem Titel krönte. Nach unterschiedlich starken Leistungen in der Zwischenzeit, meldet sich Vreni heuer mit eindrücklichen 4064 Punkten zurück ins Scheinwerferlicht. Das Podest von oben kennt auch Christine Uldry. Nur knapp am Titel vorbei und bereits wie 2014 erreicht sie mit 4096 Punkten den zweiten Platz. Und damit sind wir bei der Technik von heute. Der Sieger legt weniger Wert auf modernste Kommunikationstechnik als viel mehr auf Bewährtes. Er ist quasi der Gianluigi Buffon des Jassens – von mächtiger Statur, bodenständig und praktisch fehlerfrei: der legendäre UP Baumann! Nach einem Jahr Pause steigt er mit 4154 Punkten und einem grossartigen Durchschnitt von 692 pro Runde verdient zuoberst aufs Stockerl.

Kurz vor Mitternacht verliest die Turnierleiterin Sabrina die Rangliste, wobei die erfolgreichen Jasserinnen und Jasser mit einem dicken Bänz belohnt werden. Der charmanten Glücksfee und Verkösterin sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Nach dem Bänzejass ist bekanntlich vor dem Bänzejass. Wer auch 2018 an diesem traditionell-gemütlichen Abend teilnehmen möchte, kreuze, schaufle, herze oder ecke sich den 7. Dezember 2018 in der Agenda an!

 

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